Donnerstag, 21. Juni 2012
blackakira, 17:00h
Ason
Am Tresen stand eine etwas kräftig gebaute Frau, die gerade für irgendjemanden Bier zapfte. Sie hatte einen sehr zufriedenen Ausdruck im Gesicht und mochte ihre Arbeit offensichtlich. Als sie den Neuankömmling bemerkte, hob sie kurz ihren Blick, lächelte und konzentrierte sich dann wieder auf das Bier vor ihr. Neben ihr erkannte Ason ein bereits mit mehreren Krügen beladenen Tablett. Das würde bestimmt nicht ganz leicht werden, dieses zu tragen, doch die Frau wirkte, als wäre es das leichteste auf der Welt für sie. Der letzte Bierkrug war gefüllt. Sie stellte ihn zu den anderen und nahm das Tablett mit einer Leichtigkeit auf, die Ason in Staunen versetzte. Auf der anderen Seite des Raumes wartete bereits eine Gruppe von Männern auf ihre Getränke.
"Vielen Dank Betty! Du bist einfach die Beste!", rief einer der Männer.
"Alter Schleimer!", konterte sie grinsend und kehrte zum Tresen zurück, an dem Ason wartete.
Sie erkundigte sich danach, was er wollte und kurz danach rief sie mit ihrer starken nicht zu überhörenden Stimme durch den ganzen Raum. Wenige Sekunden später stolperte ein junges einfach gekleidetes Mädchen die Treppe in der Nähe des Tresens herunter. Es war nicht gekleidet, wie es sich eigentlich für ein Mädchen schickte. Kein Kleid, keine Schürze, nicht einmal ein Rock. Stattdessen ein Flanellhemd kombiniert mit Hosen, die ihm ein wenig zu groß und eigentlich für einen Jungen gedacht waren.
„Ja, Madam?“, fragte sie an die Wirtin gewandt. Ihre Stimme passte genau zu ihrer zierlichen Person, leise und weich, dennoch bestimmt. Nicht einmal Töchter von Bauern trugen diese Kleidungskombination und Ason fragte sich, ob es denn niemandem auffiel oder ob es keinen störte. Irgendwie war das nicht richtig und das hatte nichts mit der Kleidung zu tun, sondern eher damit, wie das Mädchen wirkte und wie es behandelt wurde.
„Draußen steht das Pferd dieses Herren! Kümmere dich darum und versorge es gut“, befahl die kräftige Frau in einem harschen Tonfall und schon sprang das Mädchen und machte sich an die Arbeit.
Ason sah ihr verwundert nach. Sie wurde behandelt, wie ein Junge.
Yvette
Zum Glück lockerte sich die Situation ein wenig auf, als er wenigstens Brot kaufen wollte. So war der Mann in den Augen ihrer Mutter wenigstens noch nützlich und noch dazu wurde sie in ihrer Meinung bestätigt, dass die Leute auch ihre Waren kaufte, wenn sie so mit ihnen umging, wie sie es eben tat.
Yvette packte zwei große Laibe in Papier und ihr Bruder kassierte das Geld. Als sie ihm die Brote reichte, traute sie sich, ihrem Gegenüber kurz in die Augen zu schauen, um ihm zu zeigen, dass sie keine Angst hatte und zu dem stand, was ihre Mutter tat. Selbst wenn es in ihr manchmal anders aussah, so wollte sie nach außen hin nicht den Eindruck erwecken, ihre Mutter sei ihr peinlich. So war es ja auch eigentlich nicht. Ehrlich zu sein war nicht schlecht. Es konnte eine Situation manchmal nur sehr erschweren.
Am Tresen stand eine etwas kräftig gebaute Frau, die gerade für irgendjemanden Bier zapfte. Sie hatte einen sehr zufriedenen Ausdruck im Gesicht und mochte ihre Arbeit offensichtlich. Als sie den Neuankömmling bemerkte, hob sie kurz ihren Blick, lächelte und konzentrierte sich dann wieder auf das Bier vor ihr. Neben ihr erkannte Ason ein bereits mit mehreren Krügen beladenen Tablett. Das würde bestimmt nicht ganz leicht werden, dieses zu tragen, doch die Frau wirkte, als wäre es das leichteste auf der Welt für sie. Der letzte Bierkrug war gefüllt. Sie stellte ihn zu den anderen und nahm das Tablett mit einer Leichtigkeit auf, die Ason in Staunen versetzte. Auf der anderen Seite des Raumes wartete bereits eine Gruppe von Männern auf ihre Getränke.
"Vielen Dank Betty! Du bist einfach die Beste!", rief einer der Männer.
"Alter Schleimer!", konterte sie grinsend und kehrte zum Tresen zurück, an dem Ason wartete.
Sie erkundigte sich danach, was er wollte und kurz danach rief sie mit ihrer starken nicht zu überhörenden Stimme durch den ganzen Raum. Wenige Sekunden später stolperte ein junges einfach gekleidetes Mädchen die Treppe in der Nähe des Tresens herunter. Es war nicht gekleidet, wie es sich eigentlich für ein Mädchen schickte. Kein Kleid, keine Schürze, nicht einmal ein Rock. Stattdessen ein Flanellhemd kombiniert mit Hosen, die ihm ein wenig zu groß und eigentlich für einen Jungen gedacht waren.
„Ja, Madam?“, fragte sie an die Wirtin gewandt. Ihre Stimme passte genau zu ihrer zierlichen Person, leise und weich, dennoch bestimmt. Nicht einmal Töchter von Bauern trugen diese Kleidungskombination und Ason fragte sich, ob es denn niemandem auffiel oder ob es keinen störte. Irgendwie war das nicht richtig und das hatte nichts mit der Kleidung zu tun, sondern eher damit, wie das Mädchen wirkte und wie es behandelt wurde.
„Draußen steht das Pferd dieses Herren! Kümmere dich darum und versorge es gut“, befahl die kräftige Frau in einem harschen Tonfall und schon sprang das Mädchen und machte sich an die Arbeit.
Ason sah ihr verwundert nach. Sie wurde behandelt, wie ein Junge.
Yvette
Zum Glück lockerte sich die Situation ein wenig auf, als er wenigstens Brot kaufen wollte. So war der Mann in den Augen ihrer Mutter wenigstens noch nützlich und noch dazu wurde sie in ihrer Meinung bestätigt, dass die Leute auch ihre Waren kaufte, wenn sie so mit ihnen umging, wie sie es eben tat.
Yvette packte zwei große Laibe in Papier und ihr Bruder kassierte das Geld. Als sie ihm die Brote reichte, traute sie sich, ihrem Gegenüber kurz in die Augen zu schauen, um ihm zu zeigen, dass sie keine Angst hatte und zu dem stand, was ihre Mutter tat. Selbst wenn es in ihr manchmal anders aussah, so wollte sie nach außen hin nicht den Eindruck erwecken, ihre Mutter sei ihr peinlich. So war es ja auch eigentlich nicht. Ehrlich zu sein war nicht schlecht. Es konnte eine Situation manchmal nur sehr erschweren.
... comment

